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    Hier die Einstellungen bzw. der Test zum Individual System. Leider ist die PDF nicht mehr online, war ebenfalls in der AutoHiFi.


    Der Trend geht zu Premium im Quadrat - zumindest was HiFi ab Werk betrifft. Denn mittlerweile bieten viele Autohersteller neben den serienmäßigen Lautsprechern längst nicht mehr nur ein oder zwei hochwertige Anlagen an, sondern auch ein System im High-End-Bereich. Den Anfang machte Audi mit seinen Systemen von Bang&Olufsen, jetzt ziehen die übrigen Hersteller nach - einer nach dem anderen.
    Bei BMW kümmert sich seit jeher die M GmbH mit ihren BMW-Individual-Ausstattungen um die besonderen Wünsche der Kundschaft. So auch in diesem Fall: Anstatt wie die Konkurrenten unter den Schutz altgedienter Hifi-Labels zu schlüpfen, vermarktet man das hauseigene High- End-Audiosystem schlicht unter BMW Individual.

    Hinter dem System steckt die Kronacher Lear Corporation, die auch für viele andere Autohersteller HiFi -Werkssysteme entwickelt und baut - allerdings nicht unter eigenem Namen.
    Das BMW Individual High-End-Audiosystem ist für alle Modellreihen außer 1 er, 7 er und X3 lieferbar. Im Test hatten wir einen M3, in dem das System 2100 Euro Aufpreis kostet und mindestens das Professional-Autoradio (210 Euro) voraussetzt.
    Die Anlage basiert auf dem mittlerweile in beinahe allen BMWs anzutreffenden Lautsprecher-Layout: Zentralbässe unter den Sitzen, ein Centerspeaker auf dem Armaturenbrett, Stereo-Lautsprecher in den Vordertüren, neben den Rücksitzen und in der Heckablage.

    Ähnlich wie in der Nachrüstung tauschten die Ingenieure zunächst die Lautsprecher gegen hochwertige Chassis des Herstellers LPG aus, damit im ganzen Fahrzeug die gleichen Membranmaterialien arbeiten: leichte und trotzdem verwindungsarme "Hexacone"-Wa-benmembrane mit Kevlarüberzug für den Tiefmitteltöner sowie Gewebe-Hochtonkalotten.
    Dank der Entwicklung spezieller Koaxial-Lautsprecher konnten die Entwickler für alle Kanäle des Fahrzeugs zudem echte Hochtöner verbauen, die auch noch mit einer ausgewachsenen Passivweiche mit 12 dB Flankensteilheit vom Mitteltöner getrennt werden.

    Auch bei der Elektronik war eine Sonderanfertigung vonnöten: Ein insgesamt 825 Watt starker Digital-Verstärker mit neun Kanälen und integriertem DSP verstärkt die Musik und rechnet nebenbei noch das Musiksignal auf Studio-Niveau passend.
    Erstmals zum Einsatz kommt hier die FIR-Filter-Technologie "Dirac Live". Hierbei handelt es sich um eine komplexe Audio-Signalbearbeitung auf Frequenz- und Zeitbasis, die negative Einflüsse der Fahrzeugakustik kompensiert. Anders als bei klassischen parametrischen Equalizern beschränkt sich der Einfluss der FIR-Filter nicht auf einzelne Bänder, sondern ermöglicht eine weit über den Bedarf des menschlichen Gehörs hin-ausgehende Korrekturgenauigkeit. Das Verfahren erlaubt es zudem, mit den Filtern den Phasenverlauf auf jedem Sitzplatz zu harmonisieren. Das führt zu einem zeitlich noch präziseren Eintreffen der Schallinformationen, als es durch reine Laufzeitanpassung möglich ist. Hierzu haben die Ingenieure mit Mikrofon-Arrays zwischen 100 und 200 Messpositionen im Fahrzeug aufgezeichnet und mit dem Dirac-Algorithmus umgerechnet.
    Ebenso erstmals zum Einsatz kommt hier ein zusammen mit BMW und Dolby entwickeltes Mischverfahren, das Zweikanalquellen auf die im Fahrzeug vorhandene 7.2-Surround-Konfiguration hochrechnet. Es handelt sich dabei um eine fahrzeugakustische Anpassung von Matrix-Surround-Verfahren wie Dolby Pro Logic II.

    Anders als im heimischen Wohnzimmer profitieren die Sound-Ingeneure im Auto davon, dass sie bei der Klangabstimmung von unverrückbaren Lautsprecherplatzierungen ausgehen können, was eine optimale Anpassung auf den Abhörbereich ermöglicht. Dazu kommen eine geschwindigkeitsabhängige Lautstärkeregelung und ein fahrdynamisches Equalizing. Zusammen sorgen diese Funktionen für eine automatische, im Bassbereich stärker wirkende Lautstärkeanhebung. Kurios, aber wahr: Aus Umweltgründen im Rahmen der BMW Efficient Dynamics musste der Verstärker gezähmt werden. Zum Glück war nicht die Reduktion der Ausgangsleistung während der Fahrt gefordert, vielmehr wird die Emission des Fahrzeugs durch die Abschaltung der Lichtmaschine in der Kaltstartphase reduziert.
    In dieser Phase muss sehr sparsam mit dem Bordnetzstrom umgegangen werden. Da die Soundtechniker den Verstärker aber auch nicht für den Bruchteil einer Sekunde abschalten wollten, erdachten die Hard- und Software-Spezialisten eine intelligente Strombegrenzung mit dem Ziel, in der Startphase nicht mehr als 30 Ampere Strom aus dem Bordnetz zu ziehen. Sogar bei sehr lauten Abhörpegeln ergeben sich dadurch laut Lear in der sehr kurzen Startzeit eines modernen Motors keinerlei Klangeinbußen.

    Beim BMW Individual High-End-Soundsystem treffen also klassisehe Nachrüsttechnik - hochwertige Chassis und Passivweichen - auf die Domäne der HiFi-Anlagen ab Werk - aufwendige Digitaltechnik und eine maßgeschneiderte Einmessung. Sollte eigentlich gut klingen, oder?
    Tatsächlich ist das Individual-System die beste Ab-Werk-Anlage, die autohifi je zu Ohren kam. Sie ist eine dieser Anlagen, bei denen man unweigerlich den Drang verspürt, sofort alle seine Lieblings-CDs zu holen, um sie auch mal über diese Anlage zu hören. So verbrachte der Autor dieser Zeilen die eine oder andere abendliche Überstunde mit ausgedehnten Hörsessions im M3.

    Zunächst fiel die exzellente Basspräzision des Systems auf. Viele Werksanlagen lassen ja vor allem im Kickbass Energie vermissen und versuchen, dieses Manko mit einem aufgeblähten Oberbass zu übertünchen.Anders die Anlage im BMW: Dank der Zentralbässe unterm Sitz schlugen die Bassdrums so gnadenlos trocken zu, dass es eine Freude war. Auch den Tiefbass vernachlässigte die Anlage nicht. Klar, dass zwei 38er hier noch ganz andere Dinge veranstalten würden, aber zum Beispiel die etwas versteckten Bassläufe bei Didos "Don't believe in Love" oder die Elektrobässe bei Trentemollers "Nightwalker" erzeugten üppige, aber präzise Bassteppiche, die nichts vermissen ließen. Auch die Universalität und die Musikalität der Anlage waren auffallend. Viele Auto-HiFi-Systeme bezeugen ja Vorlieben für ganz bestimmte Musikstile; deutliche Qualitätsunterschiede im Klang sind die Folge.

    Nicht so das Individual-System: Es zauberte sogar aus nur mittel-mäßig codierten MP3-Dateien ein homogenes, mitreißendes Klang-bild. Ohne Probleme überzeugte es gleichermaßen bei HipHop a'la Peter Fox, bei Rock von Maxuno Park, ja sogar bei Solo-Sängerinnen und Klassik-Orchestern.
    Der Grat, auf dem sich die Anlage bewegte, war schmal, aber sie blieb stets auf Kurs: Die Höhen detailreich und fein aufgelöst, aber nie nervig, der Raumklang ausgewogen und dezent, aber nie spektakulär oder effekthascherisch.


    Keine Frage: Diese Anlage markiert die derzeitige Spitze unter den Auto-HiFi-Anlagen ab Werk - und das nur mit hochwertigen Komponenten und gekonnter Abstimmung, ganz ohne Showeffekte. Nicht einmal der Preis von 2100 Euro ist ein Hindernis. Herzlichen Glückwunsch.



    Autohifi 03/2009 S. 64



    Die Autohifi Empfehlung zur Einstellung:

    2kHz : -1

    5kHz : +2

    10kHz : -1


  • #2
    Zitat von Kingfisher Beitrag anzeigen
    Hier die Einstellungen bzw. der Test zum Individual System. Leider ist die PDF nicht mehr online, war ebenfalls in der AutoHiFi.


    Der Trend geht zu Premium im Quadrat - zumindest was HiFi ab Werk betrifft. Denn mittlerweile bieten viele Autohersteller neben den serienmäßigen Lautsprechern längst nicht mehr nur ein oder zwei hochwertige Anlagen an, sondern auch ein System im High-End-Bereich. Den Anfang machte Audi mit seinen Systemen von Bang&Olufsen, jetzt ziehen die übrigen Hersteller nach - einer nach dem anderen.
    Bei BMW kümmert sich seit jeher die M GmbH mit ihren BMW-Individual-Ausstattungen um die besonderen Wünsche der Kundschaft. So auch in diesem Fall: Anstatt wie die Konkurrenten unter den Schutz altgedienter Hifi-Labels zu schlüpfen, vermarktet man das hauseigene High- End-Audiosystem schlicht unter BMW Individual.

    Hinter dem System steckt die Kronacher Lear Corporation, die auch für viele andere Autohersteller HiFi -Werkssysteme entwickelt und baut - allerdings nicht unter eigenem Namen.
    Das BMW Individual High-End-Audiosystem ist für alle Modellreihen außer 1 er, 7 er und X3 lieferbar. Im Test hatten wir einen M3, in dem das System 2100 Euro Aufpreis kostet und mindestens das Professional-Autoradio (210 Euro) voraussetzt.
    Die Anlage basiert auf dem mittlerweile in beinahe allen BMWs anzutreffenden Lautsprecher-Layout: Zentralbässe unter den Sitzen, ein Centerspeaker auf dem Armaturenbrett, Stereo-Lautsprecher in den Vordertüren, neben den Rücksitzen und in der Heckablage.

    Ähnlich wie in der Nachrüstung tauschten die Ingenieure zunächst die Lautsprecher gegen hochwertige Chassis des Herstellers LPG aus, damit im ganzen Fahrzeug die gleichen Membranmaterialien arbeiten: leichte und trotzdem verwindungsarme "Hexacone"-Wa-benmembrane mit Kevlarüberzug für den Tiefmitteltöner sowie Gewebe-Hochtonkalotten.
    Dank der Entwicklung spezieller Koaxial-Lautsprecher konnten die Entwickler für alle Kanäle des Fahrzeugs zudem echte Hochtöner verbauen, die auch noch mit einer ausgewachsenen Passivweiche mit 12 dB Flankensteilheit vom Mitteltöner getrennt werden.

    Auch bei der Elektronik war eine Sonderanfertigung vonnöten: Ein insgesamt 825 Watt starker Digital-Verstärker mit neun Kanälen und integriertem DSP verstärkt die Musik und rechnet nebenbei noch das Musiksignal auf Studio-Niveau passend.
    Erstmals zum Einsatz kommt hier die FIR-Filter-Technologie "Dirac Live". Hierbei handelt es sich um eine komplexe Audio-Signalbearbeitung auf Frequenz- und Zeitbasis, die negative Einflüsse der Fahrzeugakustik kompensiert. Anders als bei klassischen parametrischen Equalizern beschränkt sich der Einfluss der FIR-Filter nicht auf einzelne Bänder, sondern ermöglicht eine weit über den Bedarf des menschlichen Gehörs hin-ausgehende Korrekturgenauigkeit. Das Verfahren erlaubt es zudem, mit den Filtern den Phasenverlauf auf jedem Sitzplatz zu harmonisieren. Das führt zu einem zeitlich noch präziseren Eintreffen der Schallinformationen, als es durch reine Laufzeitanpassung möglich ist. Hierzu haben die Ingenieure mit Mikrofon-Arrays zwischen 100 und 200 Messpositionen im Fahrzeug aufgezeichnet und mit dem Dirac-Algorithmus umgerechnet.
    Ebenso erstmals zum Einsatz kommt hier ein zusammen mit BMW und Dolby entwickeltes Mischverfahren, das Zweikanalquellen auf die im Fahrzeug vorhandene 7.2-Surround-Konfiguration hochrechnet. Es handelt sich dabei um eine fahrzeugakustische Anpassung von Matrix-Surround-Verfahren wie Dolby Pro Logic II.

    Anders als im heimischen Wohnzimmer profitieren die Sound-Ingeneure im Auto davon, dass sie bei der Klangabstimmung von unverrückbaren Lautsprecherplatzierungen ausgehen können, was eine optimale Anpassung auf den Abhörbereich ermöglicht. Dazu kommen eine geschwindigkeitsabhängige Lautstärkeregelung und ein fahrdynamisches Equalizing. Zusammen sorgen diese Funktionen für eine automatische, im Bassbereich stärker wirkende Lautstärkeanhebung. Kurios, aber wahr: Aus Umweltgründen im Rahmen der BMW Efficient Dynamics musste der Verstärker gezähmt werden. Zum Glück war nicht die Reduktion der Ausgangsleistung während der Fahrt gefordert, vielmehr wird die Emission des Fahrzeugs durch die Abschaltung der Lichtmaschine in der Kaltstartphase reduziert.
    In dieser Phase muss sehr sparsam mit dem Bordnetzstrom umgegangen werden. Da die Soundtechniker den Verstärker aber auch nicht für den Bruchteil einer Sekunde abschalten wollten, erdachten die Hard- und Software-Spezialisten eine intelligente Strombegrenzung mit dem Ziel, in der Startphase nicht mehr als 30 Ampere Strom aus dem Bordnetz zu ziehen. Sogar bei sehr lauten Abhörpegeln ergeben sich dadurch laut Lear in der sehr kurzen Startzeit eines modernen Motors keinerlei Klangeinbußen.

    Beim BMW Individual High-End-Soundsystem treffen also klassisehe Nachrüsttechnik - hochwertige Chassis und Passivweichen - auf die Domäne der HiFi-Anlagen ab Werk - aufwendige Digitaltechnik und eine maßgeschneiderte Einmessung. Sollte eigentlich gut klingen, oder?
    Tatsächlich ist das Individual-System die beste Ab-Werk-Anlage, die autohifi je zu Ohren kam. Sie ist eine dieser Anlagen, bei denen man unweigerlich den Drang verspürt, sofort alle seine Lieblings-CDs zu holen, um sie auch mal über diese Anlage zu hören. So verbrachte der Autor dieser Zeilen die eine oder andere abendliche Überstunde mit ausgedehnten Hörsessions im M3.

    Zunächst fiel die exzellente Basspräzision des Systems auf. Viele Werksanlagen lassen ja vor allem im Kickbass Energie vermissen und versuchen, dieses Manko mit einem aufgeblähten Oberbass zu übertünchen.Anders die Anlage im BMW: Dank der Zentralbässe unterm Sitz schlugen die Bassdrums so gnadenlos trocken zu, dass es eine Freude war. Auch den Tiefbass vernachlässigte die Anlage nicht. Klar, dass zwei 38er hier noch ganz andere Dinge veranstalten würden, aber zum Beispiel die etwas versteckten Bassläufe bei Didos "Don't believe in Love" oder die Elektrobässe bei Trentemollers "Nightwalker" erzeugten üppige, aber präzise Bassteppiche, die nichts vermissen ließen. Auch die Universalität und die Musikalität der Anlage waren auffallend. Viele Auto-HiFi-Systeme bezeugen ja Vorlieben für ganz bestimmte Musikstile; deutliche Qualitätsunterschiede im Klang sind die Folge.

    Nicht so das Individual-System: Es zauberte sogar aus nur mittel-mäßig codierten MP3-Dateien ein homogenes, mitreißendes Klang-bild. Ohne Probleme überzeugte es gleichermaßen bei HipHop a'la Peter Fox, bei Rock von Maxuno Park, ja sogar bei Solo-Sängerinnen und Klassik-Orchestern.
    Der Grat, auf dem sich die Anlage bewegte, war schmal, aber sie blieb stets auf Kurs: Die Höhen detailreich und fein aufgelöst, aber nie nervig, der Raumklang ausgewogen und dezent, aber nie spektakulär oder effekthascherisch.


    Keine Frage: Diese Anlage markiert die derzeitige Spitze unter den Auto-HiFi-Anlagen ab Werk - und das nur mit hochwertigen Komponenten und gekonnter Abstimmung, ganz ohne Showeffekte. Nicht einmal der Preis von 2100 Euro ist ein Hindernis. Herzlichen Glückwunsch.



    Autohifi 03/2009 S. 64



    Die Autohifi Empfehlung zur Einstellung:

    2kHz : -1

    5kHz : +2

    10kHz : -1
    Danke Malte das dir die Mühe gemacht hast das rauszusuchen. Werde es morgen nach dem langen Winterschlaf gleich mal ausprobieren. Diese Faszination in dem Bericht was der Verfasser rüberbringt kann ich zu hundert Prozent so unterschreiben. Damals beim Autokauf war die Invidual Anlage das auschlaggebende Argument weshalb ich mich für den Kauf des Wagens entschieden hatte. Er hatte mir zwar nur ein Lied von Helene Fischer zeigen können aber selbst das hatte mich überzeugt

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    • #3
      Bitte Hab auch Individual Audio

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      • #4
        Konnte ich mir fast schon denken

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        • #5
          Wer jemanden kennt der sein Individual Audio fürn E92 loswerden will. bzw. gegen ein Logic7 + Zuzahlung tauschen mag, bitte melden. Ich darf eigentlich mit dem Logic7 echt nicht meckern, aber das Individual ist einfach ein Traum ^^ muss ich einfach haben.

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          • #6
            Also meine werde ich auf gar keinen Fall hergeben 😃

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