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  • Exhaust burble MHD

    Hallo Community,
    da vielen die Einstellungen der Regler unter der Exhaust burble Option in MHD nicht klar ist, möchte ich hier mal darauf eingehen.

    Zunächst sollte jeder wissen das sich in unseren Fahrzeugen ein 4 Takt Otto Motor befindet.
    DIe Kolben bewegen sich auf und ab vom unteren Totpunkt zum oberen Totpunkt. Die Totpunkte definieren sich über die Kolben Position am obersten Punkt bevor sie sich wieder abwärts bewegen und am untersten bevor sie sich wieder aufwärts bewegen.

    Das Prinzip ist dann wie folgt unter Beachtung der Zündreihenfolge (153624) eines Sechszylinder Otto Motor:
    1. Ansaugtakt:
    Der Kolben bewegt sich nach unten bis zum unteren Totpunkt und die Eiinlassventile öffnen um das Krafstoffluftgemisch anzusaugen.

    2. Verdichtungstakt:
    Der Kolben bewegt sich wieder nach oben und verdichtet das Krafstoffluftgemisch bei geschlossenen Ventilen

    3. Arbeitstakt:
    Das Kraftstoffluftgemisch wird kurz vor dem oberen Totpunkt gezündet bei geschlossenen Ventilen und der Kolben wird nach unten beschleunigt.

    4. Ausstoßtakt:
    Der Kolben bewegt sich wieder aufwärts und das überschüssige Kraftstoffluftgemisch und die Abgase werden über die nun ganz geöffneten Ausslassventile durch die Abgasanlage ins Freie befördert.


    Bei Exhaust burble gibt es nun 3 Regler die man verstellen kann.
    Duration

    1. Base
    2. Sport

    Diese beiden Regler verändern die Einspritzzeit in der Schubabschaltung (abtouren des Motors bei eingelegten Gang).
    Normalerweise spritzt in der Schubabschaltung gar kein Kraftstoff ein.
    In der eingestellten Zeit öffnen die Injektoren um Kraftstoff in die Zylinder zu füllen, die sich nach dem Arbeitstakt über die geöffneten Ausslassventile in der Abgasanlage entzündet. Das erzeugt das Schub-blubbern.

    1. Regler für alle Getriebearten
    2. Regler nur AT/DKG da sich dort die zusätzliche Sporttaste befindet.

    Aggressiveness

    Der dritte Regler beschreibt das verstellen der Zündung in Richtung spät.
    Der befüllte Kraftstoff entlädt sich als Fehlzündung nach dem Arbeitstakt über die geöffneten Ausslassventile in die Abgasanlage und erzeugt dadurch das knallen.
    Je weiter der Regler nach rechts verschoben wird desto lauter/aggressiver wird es da die Zündung auf immer später verstellt wird.

    Der Unterschied von Duration zu aggressiveness ist nun, das es sich einmal durch Hitze in der Abgasanlage entzündet und das andere mal mit der Zündung nachgeholfen wird. Lässt man Duration auf 0 und verstellt aggressiveness kann man das knallen durch antippen des Gaspedals steuern in der Schubabschaltung. Stellt man alle Regler ein knallt es permanent in der Schubabschaltung.

    Hinweis :

    Innerhalb der StVO nicht zulässig.

    Duration halte ich für bedenkenlos, bei aggressiveness sollte nicht übertrieben werden. Es dient eh nur zu Showzwecken und ist für den Alltagsbetrieb nicht geeignet.

    Ich hoffe das hilft

    Gruß
    Jörg
    Zuletzt geändert von deka; 29.07.2017, 02:16.

  • #2
    Top Erklärt 🖒🖒

    Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk

    Kommentar


    • #3
      Super Erklärung.

      Was ich noch festgestellt habe, bzw gern ergänzen würde.

      Der Unterschied zwischen der maximalen und 2. höchsten Stellung bei Agressiveness ist extrem. Auf der letzten Stellung schießt der Hobel wie ein Rallyeauto. Im Vergleich dazu ist die vorletzte Stellung fast wie Serie.
      Außerdem ist die Gasannahme auf der maximal Stellung ein wenig verzögert und dann recht ruppig, da das Drehmoment schlagartig einsetzt. Ich vermute dass unser Steuergerät nicht so schnell zwischen "schießen" und beschleunigen umschalten kann. Auf jeden Fall bin ich nur ganz kurz in der Einstellung gefahren und fand es unangenehm. Eben nur für Showzwecke. Außerdem ist es mit Sicherheit auch ziemlich Materialmordend.

      Kommentar


      • #4
        hi,gibt es eine Grenze die man nicht überschreiten sollte wenn man mit Standard KATS fährt ? Habe mal gehört das es da zu Problemen kommen kann .

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        • #5
          ja die letzte Stufe ist wohl definitiv zu viel für Standard kats.
          ich selber fahre auf der vorletzten Stufe, aber ohne vorkats. Da schießt er schon gut, grad so bei 3-4tsd rpm. Mit vorkats würd ich wohl nochmal 1-2 Stufen runter gehen.

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          • #6
            Super Beschreibung Jörg, sehr verständlich beschrieben :strong:

            Dieser Fred wäre sicher ein guter Ort um Links zu Burble-Videos zu posten inkl Mods wie AGA Änderungen sowie gewählter Einstellungen

            Zwei Kommentare meiner Seits:
            * da Kraftstoff weiter eingespritzt wird & etwas "unkonventionell" gezündet wird sollte mE Kraftstoff eintrag ins Öl sowie Ölabwaschung von den Zylinderwänden nicht unangesprochen bleiben ...
            * das Burbeln hat auch Einfluss auf die Motorbremse bzw wie man sie empfindet. Ich nutze ganz gern den Effekt der Motorbremse um zu verzögern ohne die Bremse zu aktivieren. Jedoch ist diese während des Burbelns / Nachknallen geringer, erst nachdem die Duration vorüber ist tritt die gewohnte Verzögerung ein, vergleichbar mit einer leicht schleifenden Kupplung könnte man sagen... Daher habe ich beide Regler auf "0" gestellt. Sicher ist diese Tatsache nur relevant bei MT bzw DKG, bei AT öffnet bei gewisser Drehzahl die Überbrückungskupplung und der Wandler kommt ins Spiel...

            Den besten Mittelweg muss jeder fur sich selbst finden

            Diese Antwort wurde mit einem Tapadroid-Bot generiert, Schreibfehler werden Zufall erzeugt & dienen der allgemeinen Belastung

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            • #7
              So ist es Ole, nicht nur weil immer noch sehr viele ein 0W40 fahren.

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              • #8
                Zitat von Joerg Beitrag anzeigen
                So ist es Ole, nicht nur weil immer noch sehr viele ein 0W40 fahren.

                wie meinst du das? findest du das 0w40 unpassend ?

                Kommentar


                • #9
                  Das 0w40 hat nachweißlich sehr viel Kraftstoff gebunden. Rechnet man das Ganze hoch kommt am Ende übertrieben gesagt ein 0w20 raus und das will ja keiner.

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                  • #10
                    Mineraöl wird bei 200 Grad sofort zerstört und wird so dünn, das der Ölfilm abreissen kann. Mit einem 10W50 oder gar 10W60 hat man viel höhere Reserven was das anbelangt. Denn dieses Öl hält deutlich über 200 Grad aus. Außerdem hat ein z.B. 10W60 bei 130 Grad keine Probleme die vom Motorenhersteller vorgegeben Spezifikationen ( also z.B. Viskosität einzuhalten ). Ein 10W40 wird bei 130 Grad diese nicht mehr durchgängig liefern können. Es wird viel zu dünn, der Ölfilm kann abreissen und das Öl verkokt mit zunehmender Temperatur und bildet die vom Mineraöl bekannten Ablagerungen noch schneller.-----Ich Fahre Castrol 10-60 und das schon sehr lange will sagen bei allen Alpina die ich hatte --und es war auch von Alpina mal empfolen beim --B3 --3,0 E36 mit 250Ps

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                    • #11
                      Hab da mal ne Frage. Kollege fährt seinen 335i auch im Winter. Bislang ist Leistung noch im original Zustand und das wird auch erst mal so bleiben. Weg zur Arbeit ist unter 10km. Hatte ihm deshalb ein 0w40 empfohlen weil es ja bessere Kaltstart Eigenschaften besitzt. War das ein Fehler? Habt ihr eine bessere idee?

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                      • #12
                        So einfach lässt sich Deine Frage nicht beantworten, wichtig ist die Ölqualität. Nicht einfach nur die Viskosität

                        Schreibfehler werden nach Zufall erzeugt & dienen der allgemeinen Belustigung



                        Zuletzt geändert von Akira323; 31.10.2018, 12:21.

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                        • #13
                          Hi,

                          sofern die Fährt unter 10km ist würde ich nicht zum 0er raten. Das Öl kommt nicht mal auf 60 Grad und bindet somit zuviel Kondenswasser. Rate eher zum 5w40 mit verkürztem Intervall.

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